Menü

future material

lifestyle

future material

Ein Überdruss an Künstlichkeit und Funktion. Ist dies unsere Zukunft oder reine Zierde? Ein Schmuckstück unserer Zeit, die Fassaden, die wir selbst und Gebäude mit sich herum tragen. Kilometerlange Fläche, die unbenutzt bleibt, nur schön zu sein scheint oder gar nicht wahrgenommen wird. 
Wir alle kennen Nutzen-Prinzipien. Aus der kleinsten Fläche, den größten Nutzen zu ziehen, für wenig Kosten, großen Nutzen schaffen. Geht es vielleicht genau darum? Sachen wieder herunter zu brechen und im Inneren anzufangen; nach der Substanz zu fragen. Könnte die Natur an sich überleben, wenn wir nicht tagtäglich diesem Organismus entgegenwirken würden?
So bräuchten wir also die organischen Formen der Natur nur wieder aufzunehmen. Und wie könnte man dies wiederum in die Stadt einfügen? Ein dynamischer Dialog zwischen Handwerklichem und dem Naturgegebenen.
Wir sprechen hier nicht von Utopia, der grünen Welt ohne Straßen, Autos und Häusern, sondern vielmehr von einer Fusion von Technik und dem Organischen. 
Verfall ist nicht schlecht; man muss nur wissen, damit umzugehen bzw. ihn zu nutzen. Durch Benutzung, Betreten, Witterung, usw. verändern sich Oberflächen. Dies kann, als Spuren der Abnutzung, zum Beispiel in Form von Haptik, Optik oder Farbe geschehen. Beispielsweise ist Rost ganz und gar nicht die lästige Verfärbung, die wir vermeiden wollen, sondern vielmehr eine bewusst eingesetzte Designentscheidung. Rost, der sich bereits in der Fassade befindet, kann diese beispielsweise vor Wasser schützen und somit länger haltbar machen. Wer Häuser mit Holzfassaden über einen längeren Zeitraum betrachtet, kann deutlich die beginnende schwarze Verfärbung bemerken. Wenn man nun jedoch die obere Schicht anfangs verkohlt, wird somit die untere Holzschicht geschützt und das optische Bild wäre ebenfalls einheitlich. So kann man aus einem „Problem“, welches durch die Natur entsteht einen Nutzen ziehen bzw. dieses direkt von Anfang an mit einbauen. Abgesehen von den Strukturen von beispielsweise Pflanzenquerschnitten, welche in der Konstruktion aufgenommen und verwendet werden können, kann man architektonisch gesehen ebenfalls organische Partikel mit einbauen. So könnte man beispielsweise Reishülsen für Bodenbeläge verwenden, da diese gut gegen Feuchtigkeit und resistent gegen Schimmel- und Pilzbefall sind. Ebenso sind Kirschkerne eine guter Wärmespeicher, der diese gleichmäßig abgibt.
Kein Wunder, dass viele Architekten und Wissenschaftler der Meinung sind, dass die Wechselwirkung zwischen technischen und organischen Oberflächen das neue Material der Zukunft bestimmt. Aus der Natur können sämtliche Strukturen, Oberflächen und Mechanismen aufgenommen und für Design oder Architektur eingesetzt werden. 

paminaweiss
Teilen

This is a unique website which will require a more modern browser to work!

Please upgrade today!