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into the alps

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into the alps

Fernab von jeglicher Zivilisation. Ohne Telefon, Internet und Fernseher. Um einen herum Natur. Mag für manche wie ein Albtraum klingen. Für mich hört sich das nach Idylle pur an. Eine Auszeit, die ich als jetziges „Großstadtkind“ manchmal super nötig habe. Durch die unzähligen Möglichkeiten, die uns in einer Großstadt jeden Tag geboten werden, müssen wir darauf achten, nicht übersättigt zu werden. Als ich ein Kind war, fing ich an eine Liste zu schreiben, über alle Orte auf der Welt in denen ich schon war, und alle die ich noch bereisen will. Ich war immer der Ansicht, keinen Ort mehrmals sehen zu wollen, da es einfach zu viele wundervolle Plätze auf der Welt gibt. 
Meine Eltern bauten damals, als ich ungefähr zwei Jahre alt war, ein kleines Holzhüttchen mit Hilfe meiner Großeltern in der Steiermark in St. Lambrecht. In dieser Hütte verbrachten wir etliche Ferien und jedes Weihnachten. Meine Schwestern und ich wuchsen sozusagen halb dort auf. Zwischen Bauernhöfen und Bergen, wo die nächste Stadt über eine Stunde mit dem Auto entfernt ist und die Mönche des Klosters mit uns als kleine Kinder Fußball spielten. An diesen Ort habe ich so viele Erinnerungen, die weit zurück liegen, jedoch nie verschwinden werden. Zu diesem wunderschönen Fleckchen Erde kehrte ich jetzt nach einigen Jahren wieder zurück und ließ das Kind in mir frei. 
Ich habe das Gefühl, dass man dort, wo man sozusagen nichts hat, viel mehr wahrnimmt und schätzt. Das klare Wasser vom Bach, die grünen Wiesen und Felder, wilde Tiere (=Kühe) auf der Weide und die unglaublich gute Luft. Hier bekommt das Wort „Durchatmen“ eine komplett neue Bedeutung. Sowohl beim Sport, als auch in vielen schwierigen Situationen im Leben, können wir viel durch unsere Atmung beeinflussen. Aufzuwachen auf der Wiese zu stehen, bewusst zu atmen und zu merken, dass es einen einfach sau gut geht und an Nichts fehlt. Zu oft sehe und höre ich die Unzufriedenheit mancher Menschen, die eigentlich alles haben. In solchen Momenten kann ich nicht verstehen, wie man als Mensch, dem es im Großen und Ganzen an nichts fehlt, so undankbar sein kann. Es geht um die Wertschätzung von allem. Es beginnt bei Menschen, die für uns etwas tun, die für uns besonders sind oder denen wir etwas gutes tun wollen und endet bei der Natur und unserem Planeten. Es mögen große Worte sein und der ein oder andere könnte meinen, dass solche Sätze schnulzig sind und viel zu oft schon gesagt wurden. Wichtig ist jedoch, dies alles noch bewusster wahrzunehmen und es auch zu tun. Viel reden und schön schreiben können einige, tatsächlich zu handeln und somit alles mehr wertzuschätzen, habe ich wenige erlebt. Oft bewirkt so ein Ort mit den richtigen Menschen etwas in einem. Man denkt bewusster über Dinge und sich selbst nach. Da man meiner Meinung nach nie ausgelernt hat und sich somit ständig weiter entwickelt, ist es unglaublich spannend manchmal Inne zu halten und selbst zu reflektieren, zu welchem Menschen man gerade heranwächst.

paminaweiss
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