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… thinking about consumption

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… thinking about consumption

Der folgende Beitrag lehnt sich an die Aussage der Autorin, Sandy Black, welche „Fashion Thinking“ als ein Konzept beschreibt, das versucht, spezifische Attribute einer modischen Sensibilität und Fähigkeiten zu identifizieren, die durch ihre Designprozesse und ihre Praxis interpretiert werden. Design wird oft als rein ästhetisches Element verstanden, welches erst spät in dem Prozess der Produktentwicklung angewendet wird. Die Rolle des Designers hingegen hat sich zu einer proaktiven Rolle entwickelt. Designer vermitteln eine Reihe von Perspektiven, welche die Einbindung von Nutzergruppen erleichtern, verschiedene Agenden miteinander in Einklang bringen und, insbesondere bei der Behandlung von Fragen der Nachhaltigkeit, einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt. So wird ein Designer nicht mehr rein als die Stimme aus dem Hintergrund, welche hinter dem Produkt steht, dargestellt, sondern vielmehr als der Schöpfer des Produktes und somit gleichgestellt oder nicht sogar als kreativer Geist über seine Idee gestellt. Als Designer ist man sowohl Erschaffer eines Produktes, entscheidet jedoch ebenso direkt bei der Entstehung auch über das Lebensende seines Designs.

Fast Fashion vs. Slow Fashion – Konsum als Marktstrategie

Die aktuelle Modebranche ist in den letzten Jahrzehnten mit schnellen Modeprodukten überrannt worden. Dadurch ist sie zu einer der umweltschädlichsten Industrien weltweit geworden und leidet unter sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten.
So präsentiert die Modeindustrie dem Konsumenten gewöhnlich eine schnelllebige Mode („Fast Fashion“) mit niedrigen Preisen, welche wiederum eine Überkonsumierung vorausahnen lassen. Dies bezieht sich ebenfalls auf den geplanten Wertverlust von Produkten als Marktstrategie, wodurch alte Produkte weggeworfen und durch Neue ersetzte werden. „Fast Fashion bietet ständig neue Modelle zum Kauf an, da sich die durchschnittliche Anzahl der Kollektionen, die von europäischen Bekleidungsunternehmen pro Jahr herausgegeben werden, von zwei im Jahr 2000 auf fünf im Jahr 2011 erhöht hat, wobei Zara beispielsweise jedes Jahr 24 neue Bekleidungskollektionen anbietet und H&M zwischen 12 und 16.“
Dem steht die langsame, nachhaltige Mode („Slow Fashion“) gegenüber, indem sie das Konzept und die Erfahrungen des Konsumprozesses verändert. Diese Slow Fashion Bewegung soll innerhalb der Modebranche zu einem aufkommenden Trend werden, welcher den verschiedenen negativen wirtschaftlichen, sozialen und ökologisch globalen Auswirkungen des aktuellen Fast Fashion Systems entgegenwirkt. Der Begriff „Slow Fashion“ wurde erstmals von Kate Fletcher verwendet und teilt mehrere Merkmale mit Slow Food, von denen die Slow Fashion Bewegung einen Großteil ihrer Inspiration erhielt.
Wenn der „Fast Fashion“ Konsument einerseits Gefallen an dem Prozess des Einkaufens erlebt, fokussiert sich hingegen der „Slow Fashion“ Vertreter auf das Design der Produkte im Detail. Hier kann Design sozusagen mit Kunst verglichen werden und schafft einen großen ästhetischen Aspekt. Ziel dieser „Slow Fashion“ Bewegung ist, dass Kleidung über einen lange Zeitspanne genossen und verwendet wird. Der Fokus liegt hierbei hauptsächlich auf den zwei Aspekten Wertigkeit und Wissen.

english version

The following article follows on from the author, Sandy Black, who describes „fashion thinking“ as a concept that attempts to identify specific attributes of a fashion sensibility and ability that are interpreted through her design processes and practice. Design is often understood as a purely aesthetic element that is applied late in the product development process. The role of the designer, on the other hand, has developed into a proactive role. Designers provide a set of perspectives that facilitate the involvement of user groups, reconcile different agendas, and take a holistic approach, especially in addressing sustainability issues. Thus, a designer is no longer represented purely as the voice from the background behind the product, but rather as the creator of the product and thus placed on an equal footing or not even as a creative spirit above his idea. As a designer, you are both the creator of a product, but you also decide directly on the end of life of your design.

Fast Fashion vs. Slow Fashion – Consumption as a market strategy

The current fashion industry has been overrun with fast fashion products in recent decades. This has made it one of the most polluting industries in the world, suffering from social and economic inequalities.
The fashion industry, for example, usually presents consumers with fast-moving fashion at low prices, which in turn suggests overconsumption. This also refers to the planned depreciation of products as a market strategy, whereby old products are discarded and replaced by new ones. „Fast Fashion is constantly offering new models for sale as the average number of collections published by European clothing companies per year has increased from two in 2000 to five in 2011, with Zara, for example, offering 24 new clothing collections each year and H&M between 12 and 16.
This contrasts with slow, sustainable fashion, which changes the concept and experience of the consumption process. This slow fashion movement is expected to become an emerging trend within the fashion industry, counteracting the various negative economic, social and environmental global impacts of the current fast fashion system. The term „Slow Fashion“ was first used by Kate Fletcher and shares several characteristics with „Slow Food“, which inspired much of the Slow Fashion movement.
While the „fast fashion“ consumer enjoys the process of shopping, the „slow fashion“ representative focuses on the design of the products in detail. Here design can be compared to art and creates a great aesthetic aspect. This „slow fashion“ movement aims to ensure that clothing is enjoyed and used over a long period.
The focus here is mainly on two aspects: value and knowledge.

sources

Nikolina Šajn (2019:2) –  Cataldi, Dickson, & Grover (2010:4) – Casto und DeLong (2019:106) – David R. Shah (2018:2) – Sandy Black (2019:1 f.)

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