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Wieso ist genug nicht genug ?

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Wieso ist genug nicht genug ?

Das ständige Streben nach mehr, lässt uns über uns hinaus wachsen, große Ziele verfolgen und mehr als nur das Gewöhnliche wollen. Wieso muss es jedoch immer mehr, oder etwas anderes sein? Können wir uns nicht mehr mit dem zufrieden geben, was wir haben und können. Wie wir alle wissen ist man selbst, sein größter Kritiker. Derjenige der noch nicht genug hat vom Leben, bist du. Die Vorstellung nie an´s Ziel zukommen macht mich unruhig. Was ist jedoch das Ziel? Vielleicht gibt es gar nicht dieses eine ultimative Ziel, sondern viele verschiedene Wege und Schritte. An dem hier und jetzt nicht vorbei zu rennen, fällt uns auf der Suche nach „Mehr“ schwer.  Liegt es auch daran, dass wir uns ständig anders, neu und glücklich in den sozialen Medien präsentieren müssen? Der fortlaufende Vergleich, die Frage nach deiner Person und dem Handeln. Leute wollen etwas Neues sehen und das am besten stündlich. Wollen sehen, was du heute machst, was gut aussieht. Bei einwöchigem Rückzug, musst du mit 100 Followern weniger rechnen, weil du, sobald du nichts mehr zeigst, für diese einfach zu uninteressant wirst. Aber auch abgesehen von Instagram und dem Blog, werden wir tagtäglich mit „Eigentlich..“ konfrontiert. Eigentlich sollte ich noch etwas abnehmen. Eigentlich ist ja Avokado der neue Food-Trend. Eigentlich fühle ich mich heute gar nicht glücklich. Auf dieses „eigentlich“ kann ja nur das aber folgen, welches uns automatisch klein macht. Wieso sollten wir jedoch auf Leute (in der Werbung) hören, die uns gar nicht kennen? 
Ich werde nicht mein Glas Wein, gegen einen grünen Smoothie tauschen, nur weil es eigentlich ja gesünder ist. Ich werde nicht zu dem 10. Event in der Woche rennen, da ich mich lieber mit meinen Freunden treffe, obwohl dort eigentlich alle hin gehen und ich sonst eigentlich nicht mehr „up-to-date“ bin. Ich werde mich jedes Wochenende wie eine Omi ausschlafen und die Winterzeit genießen, obwohl ich ja eigentlich wie alle anderen schon den fünften Shop beim Samstagsbummeln durchstöbert haben oder beim siebten Meeting gewesen sein müsste .
Genug ist genug! Und jeder von uns besitzt sein eigenes „Gut“. Wir dürfen mit 30 aussehen, wie 30 und uns schlecht fühlen, wenn es uns nicht gut geht. Dürfen uns über die kleinsten Kleinigkeiten freuen, obwohl sie uns wie selbstverständlich vorkommen, denn das alles macht uns „unique“. Jeder einzelne von uns erlebt und erreicht täglich ganz besondere Dinge. Und natürlich ist es richtig, dass wir oft unter unseren Möglichkeiten leben und unsere Potenziale nicht genug ausschöpfen. Wir dürfen uns fördern und fördern lassen. Ehrgeiziger, durchtrainierter, entspannter zu werden. Jedoch ist es mehr als okay, Inne zu halten, in der Gegenwart präsent zu sein, nicht ständig an die nächste Minute oder morgen zu denken und zu sein wie und wer man ist.

all pictures made by different artists of YATZER

paminaweiss
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